Am Montag fand die Preisverleihung unserer Schüler statt, auch meiner E-Phase die am Informatik-Biber teilgenommen hatte. Leider war dies die einzige Klasse, da der Wettbewerb zeitgleich mit der Geburt unseres Kindes fiel, konnte ich nicht koordinieren, dass wir noch mit mehr Klassen teilnehmen, obwohl dieser gerade für jüngere Schüler sehr gut geeignet ist. Nächstes Jahr möchte ich auf jeden Fall mit mehr Klassen teilnehmen und auch mit einigen Kursen am BWInf Wettbewerb teilnehmen.

Es gibt auch einen Zeitungsartikel, indem die Siegerehrung des Kurses abgelichtet ist: http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/usingen/erfolg-kommt-durch-harte-arbeit_17960903.htm . Leider fand auch eine kurze, nicht ernsthaft gemeinte Frage unserer Fachbereichsleitung den Weg in die Presse: “Sehr erfolgreich auch die Informatiker, die von Andreas Siebel betreut werden. Warum es ausgerechnet „Informatik-Biber“ heiße, wisse er nicht so genau.”. Ich konnte mir zwar vorstellen, warum der Biber als Tier das den ganzen Tag nichts anderes macht, als immer perfektere Dämme zu bauen als Vorbild genommen wurde, wollte aber auch nicht spekulieren… naja, jetzt lässt es sich nicht mehr ändern. Marcel Inhoff vom Biber-Team gab mir dankenswerterweise einen Tipp, wo man dies nachlesen kann: http://www.bebras.org/?q=history.

Das nächste mal weiß ich Bescheid.

Prinzipiell mag ich Entwicklungsumgebungen wie Greenfoot https://www.greenfoot.org/door . Ich denke, dass diese dabei helfen können
  • a) Die Motivation der Schüler zu steigern
  • b) Ein Verständnis über den Zusammenhang von Klassen und Objekten zu fördern

Leider hat sich bei mir die 3er Version von Greenfoot als nicht stabil genug herausgestellt. Am Ende waren die Schüler hauptsächlich frustriert, da ihr Programm oft abstürzt. Außerdem ist die Fehlersuche -einer der Kernelemente des Programmierens- in Greenfoot wirklich schlecht gelöst.

Vor kurzem habe ich folgende Alternative entdeckt:

http://www.java-online.ch/gamegrid/index.php

GameGrid ist ein Framework zum Programmieren von Spielen, dass sehr stark an Greenfoot erinnert. Es gibt hier aber keine graphische Entwicklungsumgebung, sondern die Programme können in jeder Umgebung geschrieben werden, die man bevorzugt (z.B. Eclipse). Alternativ gibt es auch einen Online-Editor, mit dem man Programme direkt bearbeiten kann. Man findet online auch eine Android-Version, so dass es mit dem Online-Editor ohne weiteres möglich ist, auch Android-Spiele mit GameGrid zu entwickeln. Sowohl die Syntax als auch die Menüleiste bei einem neu erstellten Spiel erinnern extrem stark an Greenfoot

Jeder Actor verfügt wie bei Greenfoot über eine act()-Funktion, die nach einem Klick auf Run in einer Endlosschleife ausgeführt wird, Grafiken und Sounds können ohne größere Schwierigkeiten hinzugefügt werden.  Nicht nur Spiele in einem Grid, sondern auch Pixel-basierte Spiele sind möglich (Mein erstes Spiel handelte von einer Rakete, die Asteroiden ausweicht).

Ich habe eine allererste Version von “GameGridCards” erstellt, mit denen die Schüler mit Gamegrid+Eclipse relativ selbstständig erste Projekte erstellen können. Ich stelle diese zur Verfügung (mit dem Hinweis, dass diese sicher noch an einigen Stellen Arbeit benötigen).

-> Download Gamegridcards

Insgesamt war ich enttäuscht von der JAVA-Lernplattform Greenfoot ( https://www.greenfoot.org/door ): Zwar ist die IDE schön, die Idee mit den Miniwelten toll, aber in den letzten Monaten sind meinen Schülern so viele Greenfoot-Bugs begegnet, das alle nur noch genervt waren. Vielleicht war es auch ein Fehler auf die 3er Version zu setzen und nicht die stabile 2er Version zu wählen, die auf den Schulrechnern vorinstalliert ist.

Dennoch gab es ein Highlight:  In der Greeps Miniwelt ( https://www.greenfoot.org/competition/greeps/ ) müssen Aliens Tomaten einsammeln, die Teams traten gegeneinander an und konnten auf 3 Karten ihre Greeps trainieren, während auf den restlichen Karten dann der Sieger ausgetragen wurde: https://www.greenfoot.org/competition/greeps/ . Alleine für diese Miniwelt hat sich Greenfoot dann doch gelohnt. Im Greenroom gibt es übrigens einen Nachfolger, vielleicht probiere ich diesen mal aus…

Der MIT-App Inventor ist hier zu finden http://appinventor.mit.edu/explore/ und ist eine großartige Software. In einem 1-Tag Kurs haben die Schüler ein Malprogramm entwickelt, dessen Hintergrund per Handy-Foto aufgenommen werden konnte. Am Ende durften die Schüler ihr Programm weiterentwickeln. Die Begeisterung war sehr groß, als eine Schülerin herausfand, wie man das Programm via What’s App mit seinen Freunden teilen kann.

Das folgende GIF zeigt, wie einfach es ist, die Kamera des Handys zu verwenden:

Ein paar Details zur Umsetzung:

Ich habe nicht die App AICompanion verwendet, sondern die Schüler haben fertig programmierte Apps direkt per QR-Code auf ihr Handy aufgeladen. Daher konnte ich mit meinem Handy ein eigenes WLAN aufspannen. Da man für die Entwicklung Google-Accounts benutzt, habe ich vorher einige anonymisierte Accounts erstellt. Allerdings habe ich auch gelernt, dass ein WLAN Hotspot, den man mit seinem Handy einrichtet, nicht mehr als ein Dutzend Besucher zulässt.

Viele Jahre habe ich Openoffice genutzt und den Formeleditor lieben (und manchmal auch hassen) gelernt. Vor einiger Zeit bin ich allerdings auf Word umgezogen. Ärgerlich war zunächst der Formeleditor, bis ich herausgefunden habe, wie man Shortcuts verwendet.

Vorbereitung

Zunächst muss man unter Datei->Optionen->Menüband anpassen->Tastenkombinationen eine Tastenkombination einstellen mit der man eine neue Formel einfügen kann. (Achtung: Bei mir war die Kategorie Registerkarte Einfügen zweimal vorhanden und nur in dem zweiten Bereich fand ich das Einfügen von Formeln)

Formatierungen

Formatierungen erden durch Leertaste hinzufügt:

  • 4 / 5 Leertaste wird zum entsprechenden Bruch
  • 4^5 Leertaste wird zu 4 hoch 5
  • 4_5 Leertaste wird zu 4 mit Index 5
  • \omega wird zu einem kleinen Omega
  • \Omega wird zu einem großem Omega

Nachschlagen

Mehr Infos findest du hier

Wie im letzten Beitrag erwähnt benutze ich (zur Zeit) Microsoft Windows, hauptsächlich weil das Officepaket von Microsoft gefühlt in einer anderen Liga spielt als Openoffice bzw. Libreoffice und ich mit den Lösungen über 28Wine/Virtualbox niemals wirklich glücklich geworden bin. Sollte es aber einmal eine Office-Version geben, die Microsoft Office ablöst, würde die Sache sofort wieder ganz anders aussehen.

Heute habe ich Onlyoffice installiert, um mal einen Office-Konkurrenten zu testen. Onlyoffice besticht durch ein aufgeräumtes Interface, kann kostenlos heruntergeladen werden und steht inzwischen sogar unter einer Open-Source Lizenz. Über die wichtigsten Funktionen (Vorlagen, Formeln) verfügt es zudem. WPS Office war bei mir erst vor einiger Zeit vom Rechner geflogen, weil der Formel-Editor für mich als Mathematiklehrer unverzichtbar ist.

Von besonderer Bedeutung sind für mich der Umgang mit Formeln. Prinzipiell kann man Formeln hinzufügen. Dies ist nicht ganz so komfortabel wie bei Office, da man sich jedesmal durch die Untermenüs quälen muss, Shortcuts der Form \sqrt(3) funktionieren (noch) nicht. Die Online Hilfe ist allerdings durchaus nutzbar: https://helpcenter.onlyoffice.com/onlyoffice-editors/onlyoffice-document-editor/usageinstructions/insertequation.aspx

Was mir zur Zeit fehlt ist die Möglichkeit die erstellten Dokumentenvorlagen zu speichern.

Fazit

Abgesehen von den eingeschränkten oder fehlenden Features wirkt das Programm zwar sehr reduziert aber ansonsten funktional. Insgesamt würde ich es allerdings als einen Konkurrenten zu Google-Docs einschätzen und weniger als eine echte Alternative zu Microsoft-Office.

Damit bleibt Windows mit Microsoft Office wohl vorerst weiterhin mein Betriebssystem Nr.1

Im Folgenden eine Übersicht auf die unterschiedlichen Reaktionen auf einen von 130 Professoren, Dozenten und Lehrern veröffentlichten Brandbrief, der die Studierfähigkeit der jetzigen Absolventen anzweifelt:

Neutral
Befürworter
Kritiker

Diese Kritik wurde vom Schweizer Lehrerverband geäußert obwohl die Schweizer bei der PISA Studie herausragende Mathematikleistungen zeigten (und das sogar trotz der Tatsache, dass in den Schweizer Mathematikbüchern auf jeder Doppelseite ein neues Thema präsentiert wird, wie jüngst ein Brandbrief von deutschen Professoren an unserem Schulsystem kritisierte  [3])

Fazit: Man sollte generell etwas vorsichtig sein, welche Schlüsse man aus internationalen Vergleichsstudien zieht.

[1]: http://www.zeit.de/…/finnland-bildung-schulen-pisa-studie-s…

[2] https://www.nzz.ch/…/pisa-studie-2015-schweizer-15-jaehrige…

[3] http://www.tagesspiegel.de/dow…/19549926/2/offener-brief.pdf

Prisma

Tinkercad ( www.tinkercad.com ) ist nach meinem ersten Eindruck gut für die Aufgabe geeignet. Die Software, welche eigentlich dazu gedacht ist, 3d-Modelle für 3d-Drucker zu erstellen ist einfach zu bediene, kostenlos und erfüllt bisher alle meine Anforderungen.

Ausgeschnittener Quader