Hier eine kleine Übersicht über die beliebtesten Sprachen der verschiedenen Sprach-Rankings. Während bei Tiobe Java deutlich führt, sind im Redmonk Index im Prinzip alle hier genannten Sprachen fast gleich auf. Beim Pypi-Index kehrt sich die Liste um und Python hat hier mehr und mehr Java den Rang abgelaufen.

Tiobe Index:

  • 1 Java 16,9%
  • 2 C 15%
  • 3 C++ 7,5%
  • Python 7%

Redmonk Inde

  • Javascript
  • Java
  • Python
  • C# 

PyPl Index:

  • Python 24%
  • Java 22%
  • Javascript 8%
  • PHP 8%

Für die heutige Zeit gilt -mehr als für jede andere-, dass wir mit unserem Verhalten die Welt von Morgen mitgestalten. Das Kreuz auf dem Stimmzettel ist dabei nur eine Nummer in der Menge der Entscheidungen mit denen wir bewusst oder unterbewusst Einfluss auf unsere Umwelt nehmen. Mit jedem Einkauf den wir tätigen, bestimmen wir mit, wie die Produktions- und Lebensbedingungen überall in der Welt aussehen. Dies ist beim Einkaufen inzwischen immer mehr Leuten bewusst geworden. Waren es zunächst oft Veganer und Vegetarier, dann einige belächelte “Ökos”, die bewusst im Supermarkt eingekauft haben, so ist das Thema inzwischen in der Gesellschaft angekommen. Im Supermarkt an der Ecke, in der Zeitung, im Freundeskreis – überall bemerkt man die Veränderungen. Ähnlich ist es beider Frauenbewegung, die ihren Weg vom Rand der Gesellschaft in den Mainstream gefunden hat.

Anders ist es in der digitalen Welt.

Ein Gedankenexperiment: Man stelle sich ein “Kaffee-Facebook” in der echten Welt vor. Zunächst ein paar Rahmendaten: Das Kaffee Facebook hat in jeder Stadt Niederlassungen, einige unter eigenem Namen, andere Filialen tragen den Namen WhatsApp oder Instagram.

Fast 40% der deutschen besuchen das Kaffee einmal im Monat [1], fast jeder dritte geht täglich in das Kaffee. Das Franchise Unternehmen WhatsApp besuchen fast 90% der 14-60 jährigen täglich [2] und Jugendliche unter 25 verbringen täglich mehr als eine halbe Stunde in Instagram.

Was macht das Kaffee so besonders? Zunächst mal ist es kostenlos. Man muss keinen Kaffee trinken um im Kaffee-Facebook Zeit verbringen zu können. Dafür befinden sich überall Kameras. Wenn du hier deinen Kaffee zum Mund führst, wird analysiert, ob du Links- oder Rechtshänder bist, es wird die Kleidung bewertet die du trägst, es wird mit Hilfe moderner Bilderkennung gespeichert, wann du dich mit welchen Freunden getroffen hast, wie das Treffen verlaufen ist und worüber ihr gesprochen habt. Alles was du sagst, alles was du tust, sogar jeder Furz von dir wird gespeichert und maschinell ausgewertet, um ein Profil von dir zu erstellen, dass am Ende aussagt, was für ein Mensch du bist. Das Kaffee speichert aber nicht nur Informationen über Leute, die das Kaffee besuchen, sondern auch über Leute, die das Kaffee nicht besuchen (sogenannte Schattenprofile). Du rufst aus dem Kaffee deine Freundin an? Dies wird gespeichert. Und auch wenn deine Freundin das Kaffee niemals besucht hat, weiß Facebook schon längst, dass sie dir fremdgeht. Deine politische Gesinnung, Wohnort, Freundeskreis, Vorlieben und Hobbys, Finanzkraft… all dies und vielmehr kann entweder direkt oder mit Hilfe von Algorithmen indirekt erschlossen werden.

Da das Kaffee von den meisten Menschen genutzt wird, findet hier aber auch ein wichtiger Teil der gesellschaftlichen Meinungsbildung statt. Das Kaffee wird als öffentliches Forum genutzt, um gesellschaftliche und politische Ideen weiterzutragen. Das Kaffee ist sozusagen eine Art Marktplatz in dem alles diskutiert wird, was gesellschaftlich relevant ist. Ob es pro oder contra Asylrecht, Freihandelsabkommen, Schulpolitik geht – Dies alles wird in dem Kaffee ausgetauscht. Wer dieses Kaffee meidet, der wird auch vom gesellschaftlichen und politischen Meinungsbildungsprozess ausgeschlossen. Oder anders gesagt: Wer an der Gesellschaft und Politik teilhaben will, der kommt nicht darum herum sich selbst an einen Tisch ins Facebook-Kaffee zu setzen und muss damit leben, von tausenden Kameras im Kaffee analysiert und seziert zu werden und dabei alle Informationen zur eigenen Privatsphäre an das Kaffee-Facebook zu verkaufen.

Zurück zur Realität: Was passiert mit den ganzen Daten? Es ist bekannt, dass die Daten an dubiose Unternehmen verkauft werden, um damit Wahlbeeinflussung zu betreiben, die gesammelten Daten werden im wirklich großen Maßstab missbraucht [5]. Und wen interessiert es? Wer ist danach aus Facebook, Instagram und Whatsapp ausgestiegen? Hat dies Facebook in irgendeiner Form geschadet?  Die einzigen die die Möglichkeit gehabt hätten, Facebook die Grenzen seiner Macht aufzuzeigen, wären seine Benutzer gewesen. Doch die haben nichts gemacht. Doch genau hier liegt die Wurzel des eigentlichen Problems: Je mehr sich unser Leben in die digitale Welt verschiebt, umso mehr bestimmen wir mit unseren Entscheidungen, wie sich diese digitale Welt entwickelt und beeinflusst. Wenn wir in einer freiheitlichen Welt leben wollen und nicht in einer Welt in der das Fünfgestirn aus Google, Facebook, Amazon, Microsoft und Apple die Regeln schreibt, dann müssen wir uns auch entsprechend verhalten. All diese Unternehmen haben nur die große Macht (die all diese Unternehmen auch in irgendeiner Form missbrauchen), weil eine Vielzahl von Menschen sie ihnen gedankenlos überlassen.

Ich halte es daher mit den Worten von Michail Sergejewitsch Gorbatschow, die heute aktueller denn je sind:  “Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems. Ich habe mich für ersteres entschieden.” – oder anders gesagt: Nicht Facebook ist das Problem, wir sind es. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, aus Facebook, Whatsapp und Instagram am Ende dieser Woche komplett auszutreten.

 

[1] https://allfacebook.de/zahlen_fakten/offiziell-facebook-nutzerzahlen-deutschland

[2] https://www.whatsbroadcast.com/de/content/whatsapp-nutzerzahlen-deutschland-2018/

[3] https://allfacebook.de/instagram/instagram-nutzer-deutschland

[4] https://netzpolitik.org/2018/ob-nutzer-oder-nicht-facebook-legt-schattenprofile-ueber-alle-an/

[5] https://www.dw.com/de/facebook-datenskandal-was-bisher-geschah/a-43322775

In den letzten Wochen hat meine 2D-Spiele-Enginge GameGridP große Fortschritte gemacht. All meine Kurse (Q4, Q2, E2) mussten mehrere Stunden mit der Umgebung programmieren, so dass für einige Wochen der Hauptteil meiner Informatik-Vorbereitung neben der Weiterentwicklung meines Python-Online-Kurses hauptsächlich daraus bestand, die Entwicklungsumgebung beständig weiter zu entwickeln.

So findet sich hier z.B. eine umfangreiche Dokumentation. Github zeigt mir an, dass ich inzwischen 60 Commits durchgeführt habe. Die Hauptdateien mit dem GameGrid, seinen Subklassen DataBaseGrid, GUIGrid, CellGrid und PixelGrid sowie der Actor-Klasse umfassen inzwischen über 2100 Zeilen Code, dazu kommen inzwischen verschniedene Snippets, die mir dabei helfen den Code zu testen und für alle anderen Inspiration und Umsetzungshilfe sein können.

Die nächsten Wochen wird sich daher auch wenig an der API ändern. Über die Sommerferien habe ich dann nochmal die ein oder andere Idee, wie sich die Perfomance verbessern lässt und wie ich die Klassen etwas übersichtlicher designen kann. Solange die Schüler an ihren Projekten arbeiten möchte ich den grundsätzlichen Aufbau möglichst nicht mehr anstasten.

Was habe ich in der Zwischenzeit gelernt?

Wenn man vorher mit Java programmiert hat, dann ist Python eine geniale Programmiersprache. Gefühlt bin ich um den Faktor 2-10 produktiver und ich kann mir kaum vorstellen die gleiche Funktionalität in Java in annähernd der gleichen Zeit zu programmieren.Immer wieder entdecke ich Aspekte der Sprache, bei denen ich mich über die Schönheit und Kürze des entstandenen Codes freue – Glücksmomente die ich in Java selten hatte.

Mein Entschluss dafür zu werben, Python an Schulen zu verbreiten (und dafür auch im Abitur einzufordern) hat damit neuen Nährboden bekommen. Warum sollen sich die Schüler mit einer Programmiersprache quälen, wenn es auch so viel einfacher geht? Denn auch die Schüler sind mit Python produktiver und kommen viel schneller zu guten Ergebnissen. Als Informatiklehrer möchte ich für die Schönheit und Vielfältigkeit meines Faches werben. Die Programmiersprache ist Mittel zum Zweck um möglichst viele Anwendungsgebiete (Algorithmen, Spiele, Bildverarbeitung, Computergrafik, künstliche Intelligenz, eingebettete Systeme….) dieses Faches zeigen zu können. Je produktiver die Schüler mit der Programmiersprache programmieren können, umso mehr Räume eröffnen sich für mich als Lehrer andere Ziele zu erreichen.

Mir ist in den letzten Wochen und Monaten auf jeden Fall klar geworden, dass die Wahl der Programmiersprache entscheidenen Einfluss auf das Erreichen meiner Unterrichtsziele hat.

Für mich habe ich darüber hinaus gelernt, wo meine persönlichen Belastungsgrenze liegt… Zwar ergaben sich durch die Nutzung in 3 Kursen Synergien. Trotzdem war es enorm aufwändig ein solches Projekt neben dem Abitur und neben dem regulären Unterricht voranzutreiben. Viele Nächte habe ich nebenbei durchprogrammiert, korrigiert oder Entwürfe erstellt. Für die Schüler ergaben sich dadurch in den ersten Wochen noch einige Probleme (leider dauerte es etwas, bis die Schnittstellen tatsächlich stabil waren und in der vorherigen Woche programmierter Code sorgte in der nächsten Woche möglicherweise für Fehler). Allerdings haben sich einige Aspekte der API auch erst durch die Ziele und Wünsche der Schüler ergeben. Ich freue mich aber auf jeden Fall schon im nächsten Schuljahr in der Q2 ein Programmierprojekt mit GameGrid durchzuführen und hoffentlich in einer E02 das Projekt “Python als erste Programmiersprache” fortsetzen zu können und dann in beiden Fällen auf eine stabile 2D-Engine zurückgreifen zu können.

 

 

 

Ich habe in den letzten Tagen einige Bemühungen getroffen, um meine Webseiten und Blogs auf die DSVGO anzupassen, die in 40 Tagen in Kraft tritt.

Die DSVGO regelt die Anforderungen für den Datenschutz neu. Auf der einen Seite hat die Verordnung einige positive Aspekte (z.B. werden sich auf EU-Seiten die Tracking-Buttons von Facebook & co nicht mehr auffinden lassen oder so wie auf dieser Seite nur in angepasster Form. Ähnliches gilt für Smileys, Gravatar und co… In Zukunft wird man also nicht mehr ganz so leicht auf jeder Webseite von den großen Playern getrackt.

Auf der anderen Seite sind die Hürden gerade für private Blogger enorm und unübersichtlich. Es ist schwer abzusehen, ob man alle Richtlinien eingehalten hat und es geht die Befürchtung um, dass die DSVGO die großen Player nur am Rande tangieren wird, werden die kleinen privaten Blogger zu den Opfern von Abmahnanwälten werden. Siehe dazu z.B. auch diese Seite: https://lesefreude.at/dsgvo-leifaden-fuer-blogger/

 

 

Die Lerntheke dient dem Trainieren für die erste Klausur. Sie ist sowohl Offline ausdruckbar. Dank Inspiration von Jan-Martin Klinge ist sie auch Mobil mit dem Tablet nutzbar. Auf den einzelnen Karten befinden sich dann interaktive Links zu den Hilfekarten. Die Lerntheke steht unter CC0-Lizenz, d.h. ihr könnt damit anfangen was ihr möchtet.

 

Hinweis: Da der Abschnittszoom nicht in der Online-Variante von Office funktioniert, müsst ihr die Datei herunterladen. Ich werde die Dateien noch zu einem anderen Cloud-Anbieter verschieben, damit diese ärgerliche Einschränkung nicht weiter irritiert.

Hier der Download:

 

 

“Deshalb brauchen wir ein Schulfach Informatik. Es muss mit qualifizierten Lehrkräften, einem sorgfältig geschriebenen Bildungsplan, ausreichend Zeit im Stundenplan und einer Zeile im Zeugnis ausgestattet werden. Seine wichtigste Aufgabe muss die Entmystifizierung der digitalen Welt sein, so wie Biologie, Physik und Chemie jeweils einen Teil unserer Welt entzaubern. Auch dort erleben Kinder mit ihrem eigenen Denken, dass die Natur erklärbar und verstehbar ist. Diese Erfahrung bleibt ihnen erhalten, auch wenn sie Impulserhaltung und Zellteilung wieder vergessen. “

http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2018-02/digitalisierung-informatikunterricht-schulen-bildung/seite-2

Have I been pwned?

Aus Neugier habe ich mal getestet, ob ein altes Passwort von mir schonmal gehackt wurde:  (Antwort: Ja)

Meine neueren Passwörter traue ich mich aber nicht im Formular einzugeben.

Wie im letzten Beitrag erwähnt benutze ich (zur Zeit) Microsoft Windows, hauptsächlich weil das Officepaket von Microsoft gefühlt in einer anderen Liga spielt als Openoffice bzw. Libreoffice und ich mit den Lösungen über 28Wine/Virtualbox niemals wirklich glücklich geworden bin. Sollte es aber einmal eine Office-Version geben, die Microsoft Office ablöst, würde die Sache sofort wieder ganz anders aussehen.

Heute habe ich Onlyoffice installiert, um mal einen Office-Konkurrenten zu testen. Onlyoffice besticht durch ein aufgeräumtes Interface, kann kostenlos heruntergeladen werden und steht inzwischen sogar unter einer Open-Source Lizenz. Über die wichtigsten Funktionen (Vorlagen, Formeln) verfügt es zudem. WPS Office war bei mir erst vor einiger Zeit vom Rechner geflogen, weil der Formel-Editor für mich als Mathematiklehrer unverzichtbar ist.

Von besonderer Bedeutung sind für mich der Umgang mit Formeln. Prinzipiell kann man Formeln hinzufügen. Dies ist nicht ganz so komfortabel wie bei Office, da man sich jedesmal durch die Untermenüs quälen muss, Shortcuts der Form \sqrt(3) funktionieren (noch) nicht. Die Online Hilfe ist allerdings durchaus nutzbar: https://helpcenter.onlyoffice.com/onlyoffice-editors/onlyoffice-document-editor/usageinstructions/insertequation.aspx

Was mir zur Zeit fehlt ist die Möglichkeit die erstellten Dokumentenvorlagen zu speichern.

Fazit

Abgesehen von den eingeschränkten oder fehlenden Features wirkt das Programm zwar sehr reduziert aber ansonsten funktional. Insgesamt würde ich es allerdings als einen Konkurrenten zu Google-Docs einschätzen und weniger als eine echte Alternative zu Microsoft-Office.

Damit bleibt Windows mit Microsoft Office wohl vorerst weiterhin mein Betriebssystem Nr.1

Diese Kritik wurde vom Schweizer Lehrerverband geäußert obwohl die Schweizer bei der PISA Studie herausragende Mathematikleistungen zeigten (und das sogar trotz der Tatsache, dass in den Schweizer Mathematikbüchern auf jeder Doppelseite ein neues Thema präsentiert wird, wie jüngst ein Brandbrief von deutschen Professoren an unserem Schulsystem kritisierte  [3])

Fazit: Man sollte generell etwas vorsichtig sein, welche Schlüsse man aus internationalen Vergleichsstudien zieht.

[1]: http://www.zeit.de/…/finnland-bildung-schulen-pisa-studie-s…

[2] https://www.nzz.ch/…/pisa-studie-2015-schweizer-15-jaehrige…

[3] http://www.tagesspiegel.de/dow…/19549926/2/offener-brief.pdf