Tabletklassen – Gesammelte Infos

Tipps zur Umsetzung
Erfahrungsberichte (positiv)

Erfahrungsberichte (Kritik)

  • Hoppla! – Unkontrollierte Kritik an jungen Menschen: http://www2.hs-fulda.de/~grams/hoppla/wordpress/?p=657
  • Taz – http://www.taz.de/!5321687/

    „Eine alleinerziehende Mutter wehrt sich gegen den Kauf des Tablets. Nicht vornehmlich aus Geldnot, wie das Hamburger Abendblatt über Sandra Kittelmann schreibt. Sie wolle weder ihre finanzielle Lage der Schule offenlegen müssen noch sei sie der Ansicht, dass die Kosten in einem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen stünden. Dass die Kinder durch die Geräte ständig für die Lehrer erreichbar seien, berge Stresspotenzial, sagt Kittelmann. Zudem verhindere die Rechtschreibprüfung ein selbstständiges Erlernen der korrekten Orthografie – vor allem aber drohe eine Ausgrenzung der Kinder in den Klassen ohne iPad.“

Umsetzungen

Blender-Projektwoche

Für ein gemeinsames Projekt bei der kommenden Projektwoche arbeite ich mich gerade wieder in Blender ein.

Ich habe Blender zweimal im Informatikunterricht angeboten und mich selbst mühsam eingearbeitet – Im Studium habe ich zwar einen Raytracer programmiert, aber nicht mit einem Modellierungstool gearbeitet. Jetzt habe ich das Glück mit einem erfahrenen Kollegen zusammenzuarbeiten, der in seiner Freizeit mit Blender modelliert. Ich freue mich schon auf alles, was ich in den kommenden Tagen lernen kann, so dass ich die Kenntnisse das nächste mal in einen WU-Informatik einbauen kann.

In dem Zuge habe ich auf Anraten meines Kollegen die Tutorial-Videos auf https://www.blenderguru.com angeschaut und konnte noch mal einiges lernen und systematisieren. Die folgende Tutorial-Serie kann ich daher nur für euch empfehlen, wenn ihr in Blender einsteigen wollt: https://www.blenderguru.com/tutorials/blender-beginner-tutorial-series

Hier meine  Umsetzung des Tutorials (An einigen Stellen bin ich etwas faul vorgegangen, da ich die Schritte vorher schon einmal separat gemacht hatte und keine Lust hatte mehr sie mit gleichem Aufwand genauso detailliert und genau zu machen.

Und noch eines der Lieblingsspielzeuge unseres Kindes:

EDIT: Das schöne an solchen Projekten ist ja, dass talentierte Schüler mit dem Input denen man ihnen gibt alles mögliche umsetzen. Einige der Resultate waren wirklich beeindruckend.

Gamegrid / Gamegridcards

Prinzipiell mag ich Entwicklungsumgebungen wie Greenfoot https://www.greenfoot.org/door . Ich denke, dass diese dabei helfen können

 

 

  • a) Die Motivation der Schüler zu steigern
  • b) Ein Verständnis über den Zusammenhang von Klassen und Objekten zu fördern

Leider hat sich bei mir die 3er Version von Greenfoot als nicht stabil genug herausgestellt. Am Ende waren die Schüler hauptsächlich frustriert, da ihr Programm oft abstürzt. Außerdem ist die Fehlersuche -einer der Kernelemente des Programmierens- in Greenfoot wirklich schlecht gelöst.

Eclipse hat sich bei ersten Versuchen schonmal als bessere Alternative bewiesen. Zwar müssen die Schüler zunächst mal mit einigem Overhead klarkommen, wenn dieser aber aus dem Weg geräumt wurde hat man die Vorteile einer mächtigen Entwicklungsumgebung auf seiner Seite. Insbesondere die inkrementelle Fehlersuche erfüllt im schulischen Umfeld auch eine didaktische Funktion, da die Schüler direktes Feedback auf ihre Aktionen erhalten und nicht warten müssen, bis sie auf compilieren gedrückt haben. Dennoch vermisste ich zunächst die Vorzüge von Greenfoot, bis mir folgende Alternative ins Auge fiel:

http://www.java-online.ch/gamegrid/index.php

GameGrid ist ein Framework zum Programmieren von Spielen, dass sehr stark an Greenfoot erinnert. Es gibt hier aber keine graphische Entwicklungsumgebung, sondern die Programme können in jeder Umgebung geschrieben werden, die man bevorzugt (z.B. Eclipse). Alternativ gibt es auch einen Online-Editor, mit dem man Programme direkt bearbeiten kann. Man findet online auch eine Android-Version, so dass es mit dem Online-Editor ohne weiteres möglich ist, auch Android-Spiele mit GameGrid zu entwickeln.

Sowohl die Syntax als auch die Menüleiste bei einem neu erstellten Spiel erinnern extrem stark an Greenfoot

Jeder Actor verfügt wie bei Greenfoot über eine act()-Funktion, die nach einem Klick auf Run in einer Endlosschleife ausgeführt wird, Grafiken und Sounds können ohne größere Schwierigkeiten hinzugefügt werden.  Nicht nur Spiele in einem Grid, sondern auch Pixel-basierte Spiele sind möglich (Mein erstes Spiel handelte von einer Rakete, die Meteoren ausweicht).

Bei meinen ersten Experimenten bin ich auch auf einige Grenzen gestoßen. Die Umgebung ist definitiv nicht für Personen geeignet, die sich tiefer in die 2D-Spieleentwicklung vertiefen wollen. Für schulische Zwecke halte ich sie aber sehr geeignet, auch weil hier einige gute didaktische Vereinfachungen getroffen wurden

Ich habe eine allererste Version von „GameGridCards“ erstellt, mit denen die Schüler mit Gamegrid+Eclipse relativ selbstständig erste Projekte erstellen können. Ich stelle diese zur Verfügung (mit dem Hinweis, dass diese sicher noch an einigen Stellen Arbeit benötigen).

-> Download Gamegridcards

Greenfoot / Greeps

Insgesamt war ich enttäuscht von der JAVA-Lernplattform Greenfoot ( https://www.greenfoot.org/door ): Zwar ist die IDE schön, die Idee mit den Miniwelten toll, aber in den letzten Monaten sind meinen Schülern so viele Greenfoot-Bugs begegnet, das alle nur noch genervt waren. Vielleicht war es auch ein Fehler auf die 3er Version zu setzen und nicht die stabile 2er Version zu wählen, die auf den Schulrechnern vorinstalliert ist.

Dennoch gab es ein Highlight:  In der Greeps Miniwelt ( https://www.greenfoot.org/competition/greeps/ ) müssen Aliens Tomaten einsammeln, die Teams traten gegeneinander an und konnten auf 3 Karten ihre Greeps trainieren, während auf den restlichen Karten dann der Sieger ausgetragen wurde: https://www.greenfoot.org/competition/greeps/ . Alleine für diese Miniwelt hat sich Greenfoot dann doch gelohnt. Im Greenroom gibt es übrigens einen Nachfolger, vielleicht probiere ich diesen mal aus…

Der MIT-App Inventor

Der MIT-App Inventor ist hier zu finden http://appinventor.mit.edu/explore/ und ist eine großartige Software. In einem 1-Tag Kurs haben die Schüler ein Malprogramm entwickelt, dessen Hintergrund per Handy-Foto aufgenommen werden konnte. Am Ende durften die Schüler ihr Programm weiterentwickeln. Die Begeisterung war sehr groß, als eine Schülerin herausfand, wie man das Programm via What’s App mit seinen Freunden teilen kann.

Das folgende GIF zeigt, wie einfach es ist, die Kamera des Handys zu verwenden:

Ein paar Details zur Umsetzung:

Ich habe nicht die App AICompanion verwendet, sondern die Schüler haben fertig programmierte Apps direkt per QR-Code auf ihr Handy aufgeladen. Daher konnte ich mit meinem Handy ein eigenes WLAN aufspannen. Da man für die Entwicklung Google-Accounts benutzt, habe ich vorher einige anonymisierte Accounts erstellt. Allerdings habe ich auch gelernt, dass ein WLAN Hotspot, den man mit seinem Handy einrichtet, nicht mehr als ein Dutzend Besucher zulässt.

Shortcuts im Word-Formeleditor

Viele Jahre habe ich Openoffice genutzt und den Formeleditor lieben (und manchmal auch hassen) gelernt. Vor einiger Zeit bin ich allerdings auf Word umgezogen. Ärgerlich war zunächst der Formeleditor, bis ich herausgefunden habe, wie man Shortcuts verwendet.

Vorbereitung

Zunächst muss man unter Datei->Optionen->Menüband anpassen->Tastenkombinationen eine Tastenkombination einstellen mit der man eine neue Formel einfügen kann. (Achtung: Bei mir war die Kategorie Registerkarte Einfügen zweimal vorhanden und nur in dem zweiten Bereich fand ich das Einfügen von Formeln)

Formatierungen

Formatierungen erden durch Leertaste hinzufügt:

  • 4 / 5 Leertaste wird zum entsprechenden Bruch
  • 4^5 Leertaste wird zu 4 hoch 5
  • 4_5 Leertaste wird zu 4 mit Index 5
  • \omega wird zu einem kleinen Omega
  • \Omega wird zu einem großem Omega

Nachschlagen

Mehr Infos findest du hier

Tinkercad

Prisma

Tinkercad ( www.tinkercad.com ) ist nach meinem ersten Eindruck gut für die Aufgabe geeignet. Die Software, welche eigentlich dazu gedacht ist, 3d-Modelle für 3d-Drucker zu erstellen ist einfach zu bediene, kostenlos und erfüllt bisher alle meine Anforderungen.

Ausgeschnittener Quader