Letzte Woche habe ich das erste mal eine Lerntheke im Design von Jan-Martin Klinge erstellt. Das Thema der Lerntheke: Flächeninhalte.

In der Lerntheke sind einige Messaufgaben enthalten, die ich extra mit Geogebra maßstabsgerecht erstellt habe. Dies geht mit Geogebra indem man die Grafik als Bild exportiert. Dann kann man den Maßstab exakt einstellen und das ganze in die Zwischenablage kopieren. Wenn man nun in Word/Powerpoint darauf achtet, daß die Skalierung 100% beträgt, kann man die Grafik maßstabsgetreu ausdrucken.

Das erste mal habe ich natürlich erstmal einen Fail eingebaut, da ich die Lerntheke im A5-Format (Zwei Seiten auf einem Blatt) ausgedruckt habe – So haben sich natürlich die Maße verändert und passten nicht mehr zu den Lösungen (Das hätte ich mir natürlich auch denken können). Also habe ich das ganze das nächste mal in A4 ausgedruckt… doch schnell machten mich zwei aufmerksamen Mädchen der sechsten Klasse auf einen Fehler aufmerksam:” Herr Siebel, 2 Kästchen sind nicht genau 1 cm groß!”. Stimmt natürlich, die Kästchen hatten eine minimale Abweichung, offenbar wurde das Bild trotzdem noch skaliert. Zu Hause war der Fehler dann schnell gefunden.

In Powerpoint wird standarmäßig ein Häckchen gesetzt vor der Option “Auf Seitenformat skalieren”. Diese Option muss deaktiviert werden, damit der Maßstab beim Drucken erhalten bleibt.

 

Da freut man sich als Informatiklehrer:

“Insbesondere die erst seit diesem Schuljahr neu eingerichtete AG „Robotik“ war bei den Besuchern besonders beliebt. Dank der „Finanzspritze“ von 2000 Euro des übrigens sehr aktiven Fördervereins der CWS konnten die Bausätze für die selbst gebauten kleinen Roboter bereitgestellt werden. Die Schüler tüfteln und bauen unter Leitung von Dr. Stephan Zschiegner kleine Maschinen, programmieren sie und bringen den Robotern so erstaunliche Fähigkeiten bei, was sie nun vorführten. Aber auch in den Fachbereichen Physik oder Chemie gab es erneut erstaunliche Experimente, bei denen die jungen Besucher zum Teil auch selbst Hand anlegen durften. ” http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/usingen/eine-attraktive-schule_18533093.htm

Tatsächlich war es am Tag der offenen Tür noch nie so voll in den Informatikräumen. Die Roboter der AG Robotik sorgten für große Begeisterung und ich freue mich mit dem Kollegen, der diese präsentieren durfte.

 

In unserer Schule haben wir zahlreiche Whiteboards, die sich nur per vga ansteuern möchte. Da die angeschlossenen Rechner sich beim Anmelden mit den Servern des Hochtaunuskreises verbinden, stellen diese leider für den Unterricht keine Option dar: Es dauert leider 5-10 Minuten bis die Rechner hochgefahren sind, man sich eingeloggt hat und überhaupt dazu kommt, irgendetwas zu machen. Man kann dies zwar irgendwie organisieren (z.B. den Rechner vor dem Unterricht starten, etwas erklären, dann einloggen, wieder etwas erklären und dann loslegen). Selbst im besten Fall geht dabei aber wertvolle Unterrichtszeit verloren.

Ich verwende daher meinen eigenen Rechner und da ich nicht mit meterlangem vga-Kabel durch die Schule laufen möchte. Wenn man den eigenen Rechner per vga-anschließt baut man zudem schnell gefährliche Stolperfallen, die man im Eifer des Gefechts übersieht.

Lange Zeit habe ich den Microsoft Display Adapter verwendet (Danke für den Tipp an Jan-Martin Klinge). Leider hat das Gerät irgendwann in den Winterferien beschlossen mit meinem aktuellen Rechner (Thinkpad Yoga 370) nicht mehr kommunizieren zu wollen… Alle Versuche etwas daran zu ändern sind leider gescheitert.

Zum Glück habe ich jetzt eine günstigere Alternative gefunden: Für 25€ habe ich dieses Gerät gekauft, welches neben Miracast angeblich auch Apple Airplay unterstützt. Ich habe zwar jetzt eine geringfügige Verzögerung (wenn ich etwas auf meinem Laptop schreibe und mich umdrehe, sehe ich noch was ich zuletzt geschrieben habe). Da ich aber keine Videos zeige ist das vollkommen egal. Da das Gerät nur einen HDMI Anschluss hat, verwende ich zusätzlich einen HDMI auf VGA Adapter.

 

Am Montag fand die Preisverleihung unserer Schüler statt, auch meiner E-Phase die am Informatik-Biber teilgenommen hatte. Leider war dies die einzige Klasse, da der Wettbewerb zeitgleich mit der Geburt unseres Kindes fiel, konnte ich nicht koordinieren, dass wir noch mit mehr Klassen teilnehmen, obwohl dieser gerade für jüngere Schüler sehr gut geeignet ist. Nächstes Jahr möchte ich auf jeden Fall mit mehr Klassen teilnehmen und auch mit einigen Kursen am BWInf Wettbewerb teilnehmen.

Es gibt auch einen Zeitungsartikel, indem die Siegerehrung des Kurses abgelichtet ist: http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/usingen/erfolg-kommt-durch-harte-arbeit_17960903.htm . Leider fand auch eine kurze, nicht ernsthaft gemeinte Frage unserer Fachbereichsleitung den Weg in die Presse: “Sehr erfolgreich auch die Informatiker, die von Andreas Siebel betreut werden. Warum es ausgerechnet „Informatik-Biber“ heiße, wisse er nicht so genau.”. Ich konnte mir zwar vorstellen, warum der Biber als Tier das den ganzen Tag nichts anderes macht, als immer perfektere Dämme zu bauen als Vorbild genommen wurde, wollte aber auch nicht spekulieren… naja, jetzt lässt es sich nicht mehr ändern. Marcel Inhoff vom Biber-Team gab mir dankenswerterweise einen Tipp, wo man dies nachlesen kann: http://www.bebras.org/?q=history.

Das nächste mal weiß ich Bescheid.