Für ein gemeinsames Projekt bei der kommenden Projektwoche arbeite ich mich gerade wieder in Blender ein.

Ich habe Blender zweimal im Informatikunterricht angeboten und mich selbst mühsam eingearbeitet – Im Studium habe ich zwar einen Raytracer programmiert, aber nicht mit einem Modellierungstool gearbeitet. Jetzt habe ich das Glück mit einem erfahrenen Kollegen zusammenzuarbeiten, der in seiner Freizeit mit Blender modelliert. Ich freue mich schon auf alles, was ich in den kommenden Tagen lernen kann, so dass ich die Kenntnisse das nächste mal in einen WU-Informatik einbauen kann.

In dem Zuge habe ich auf Anraten meines Kollegen die Tutorial-Videos auf https://www.blenderguru.com angeschaut und konnte noch mal einiges lernen und systematisieren. Die folgende Tutorial-Serie kann ich daher nur für euch empfehlen, wenn ihr in Blender einsteigen wollt: https://www.blenderguru.com/tutorials/blender-beginner-tutorial-series

Hier meine  Umsetzung des Tutorials (An einigen Stellen bin ich etwas faul vorgegangen, da ich die Schritte vorher schon einmal separat gemacht hatte und keine Lust hatte mehr sie mit gleichem Aufwand genauso detailliert und genau zu machen.

Und noch eines der Lieblingsspielzeuge unseres Kindes:

EDIT: Das schöne an solchen Projekten ist ja, dass talentierte Schüler mit dem Input denen man ihnen gibt alles mögliche umsetzen. Einige der Resultate waren wirklich beeindruckend.

Prinzipiell mag ich Entwicklungsumgebungen wie Greenfoot https://www.greenfoot.org/door . Ich denke, dass diese dabei helfen können
  • a) Die Motivation der Schüler zu steigern
  • b) Ein Verständnis über den Zusammenhang von Klassen und Objekten zu fördern

Leider hat sich bei mir die 3er Version von Greenfoot als nicht stabil genug herausgestellt. Am Ende waren die Schüler hauptsächlich frustriert, da ihr Programm oft abstürzt. Außerdem ist die Fehlersuche -einer der Kernelemente des Programmierens- in Greenfoot wirklich schlecht gelöst.

Vor kurzem habe ich folgende Alternative entdeckt:

http://www.java-online.ch/gamegrid/index.php

GameGrid ist ein Framework zum Programmieren von Spielen, dass sehr stark an Greenfoot erinnert. Es gibt hier aber keine graphische Entwicklungsumgebung, sondern die Programme können in jeder Umgebung geschrieben werden, die man bevorzugt (z.B. Eclipse). Alternativ gibt es auch einen Online-Editor, mit dem man Programme direkt bearbeiten kann. Man findet online auch eine Android-Version, so dass es mit dem Online-Editor ohne weiteres möglich ist, auch Android-Spiele mit GameGrid zu entwickeln. Sowohl die Syntax als auch die Menüleiste bei einem neu erstellten Spiel erinnern extrem stark an Greenfoot

Jeder Actor verfügt wie bei Greenfoot über eine act()-Funktion, die nach einem Klick auf Run in einer Endlosschleife ausgeführt wird, Grafiken und Sounds können ohne größere Schwierigkeiten hinzugefügt werden.  Nicht nur Spiele in einem Grid, sondern auch Pixel-basierte Spiele sind möglich (Mein erstes Spiel handelte von einer Rakete, die Asteroiden ausweicht).

Ich habe eine allererste Version von “GameGridCards” erstellt, mit denen die Schüler mit Gamegrid+Eclipse relativ selbstständig erste Projekte erstellen können. Ich stelle diese zur Verfügung (mit dem Hinweis, dass diese sicher noch an einigen Stellen Arbeit benötigen).

-> Download Gamegridcards

Insgesamt war ich enttäuscht von der JAVA-Lernplattform Greenfoot ( https://www.greenfoot.org/door ): Zwar ist die IDE schön, die Idee mit den Miniwelten toll, aber in den letzten Monaten sind meinen Schülern so viele Greenfoot-Bugs begegnet, das alle nur noch genervt waren. Vielleicht war es auch ein Fehler auf die 3er Version zu setzen und nicht die stabile 2er Version zu wählen, die auf den Schulrechnern vorinstalliert ist.

Dennoch gab es ein Highlight:  In der Greeps Miniwelt ( https://www.greenfoot.org/competition/greeps/ ) müssen Aliens Tomaten einsammeln, die Teams traten gegeneinander an und konnten auf 3 Karten ihre Greeps trainieren, während auf den restlichen Karten dann der Sieger ausgetragen wurde: https://www.greenfoot.org/competition/greeps/ . Alleine für diese Miniwelt hat sich Greenfoot dann doch gelohnt. Im Greenroom gibt es übrigens einen Nachfolger, vielleicht probiere ich diesen mal aus…

Der MIT-App Inventor ist hier zu finden http://appinventor.mit.edu/explore/ und ist eine großartige Software. In einem 1-Tag Kurs haben die Schüler ein Malprogramm entwickelt, dessen Hintergrund per Handy-Foto aufgenommen werden konnte. Am Ende durften die Schüler ihr Programm weiterentwickeln. Die Begeisterung war sehr groß, als eine Schülerin herausfand, wie man das Programm via What’s App mit seinen Freunden teilen kann.

Das folgende GIF zeigt, wie einfach es ist, die Kamera des Handys zu verwenden:

Ein paar Details zur Umsetzung:

Ich habe nicht die App AICompanion verwendet, sondern die Schüler haben fertig programmierte Apps direkt per QR-Code auf ihr Handy aufgeladen. Daher konnte ich mit meinem Handy ein eigenes WLAN aufspannen. Da man für die Entwicklung Google-Accounts benutzt, habe ich vorher einige anonymisierte Accounts erstellt. Allerdings habe ich auch gelernt, dass ein WLAN Hotspot, den man mit seinem Handy einrichtet, nicht mehr als ein Dutzend Besucher zulässt.