Python als Programmiersprache im Unterricht

Im hessischen Abitur werden zum Thema “Objektorientierte Programmierung” die Programmierbeispiele in zwei Sprachen angeboten: JAVA und Delphi. Delphi bzw. Lazarus als Open Source Alternative hat inzwischen einen gewissen historischen Wert. die Sprache wird außerhalb des deutschen Informatikunterrichtes praktisch nirgends mehr benutzt. In Hessen ist sie nur deshalb noch von Bedeutung, da diese lange Zeit Grundlage der Informatikausbildung war und vor allem viele Quereinsteiger keine andere Sprache sprechen. JAVA ist da schon ein anderes Kaliber.

Blender-Projektwoche

Für ein gemeinsames Projekt bei der kommenden Projektwoche arbeite ich mich gerade wieder in Blender ein. Ich habe Blender zweimal im Informatikunterricht angeboten und mich selbst mühsam eingearbeitet – Im Studium habe ich zwar einen Raytracer programmiert, aber nicht mit einem Modellierungstool gearbeitet. Jetzt habe ich das Glück mit einem erfahrenen Kollegen zusammenzuarbeiten, der in seiner Freizeit mit Blender modelliert. Ich freue mich schon auf alles, was ich in den kommenden Tagen lernen kann, so dass ich die Kenntnisse das nächste mal in einen WU-Informatik einbauen kann.

Differenz gewinnt

Differenz gewinnt ist ein Spiel für den Mathematikunterricht, die Spieler verteilen Chips auf die Zahlen 0-5 und versuchen mit der besten Gewinnstrategie ihre Chips schnell abzuräumen. Das Gute an dem Spiel: Es ist nicht sofort ersichtlich, was die beste Strategie ist, viele Spieler hatten beim Auswerten nochmal ein “Aha”-Erlebnis. Das Arbeitsblatt könnt Zum Download: -> Differenz gewinnt

Herkunft Biberwettbewerb

Am Montag fand die Preisverleihung unserer Schüler statt, auch meiner E-Phase die am Informatik-Biber teilgenommen hatte. Leider war dies die einzige Klasse, da der Wettbewerb zeitgleich mit der Geburt unseres Kindes fiel, konnte ich nicht koordinieren, dass wir noch mit mehr Klassen teilnehmen, obwohl dieser gerade für jüngere Schüler sehr gut geeignet ist. Nächstes Jahr möchte ich auf jeden Fall mit mehr Klassen teilnehmen und auch mit einigen Kursen am BWInf Wettbewerb teilnehmen.

Informatikunterricht – Programmieren… ja und wenn ja wieviel?

Im Informatikunterricht der Oberstufe (Hessen) ist es so, dass sich beim Programmieren die “Spreu vom Weizen trennt”: Wer gerne programmiert und dies auch in seiner Freizeit tut, der ist auch im Unterricht erfolgreich. Wer nur die 2-3 Stunden gedanklich mit dem Programmieren auseinandersetzt und zu Hause nicht selbst programmiert, der wird im Laufe der Oberstufe nur Frustration sammeln. Dies ist deshalb schade, weil das Fach Informatik noch so viel mehr bietet als “nur” Programmieren.

Greenfoot / Greeps

Insgesamt war ich enttäuscht von der JAVA-Lernplattform Greenfoot ( https://www.greenfoot.org/door ): Zwar ist die IDE schön, die Idee mit den Miniwelten toll, aber in den letzten Monaten sind meinen Schülern so viele Greenfoot-Bugs begegnet, das alle nur noch genervt waren. Vielleicht war es auch ein Fehler auf die 3er Version zu setzen und nicht die stabile 2er Version zu wählen, die auf den Schulrechnern vorinstalliert ist. Dennoch gab es ein Highlight: In der Greeps Miniwelt ( https://www.

Der MIT-App Inventor

Der MIT-App Inventor ist hier zu finden http://appinventor.mit.edu/explore/ und ist eine großartige Software. In einem 1-Tag Kurs haben die Schüler ein Malprogramm entwickelt, dessen Hintergrund per Handy-Foto aufgenommen werden konnte. Am Ende durften die Schüler ihr Programm weiterentwickeln. Die Begeisterung war sehr groß, als eine Schülerin herausfand, wie man das Programm via What’s App mit seinen Freunden teilen kann. Das folgende GIF zeigt, wie einfach es ist, die Kamera des Handys zu verwenden:

Die Autoreparatur-Metapher

Argumentationsstruktur: Informatikkenntnisse sind wie Autoreparatur-Kenntnisse . Sie sind wichtig für Spezialkräfte. Ich muss nicht wissen wie man Bremsbeläge wechselt um ein Auto fahren zu können. Kritik: Die Autoreparatur legt nahe, dass Informatikkenntnisse nur für Spezialisten notwendig sind. Diese Ansicht ist aus mehrfacher Hinsicht problematisch: Grundlegende Informatikkenntnisse werden heute in fast jedem Beruf benötigt. Dies fängt z.B. bei Formatvorlagen als Beispiel für Objekte und Klassen an, geht über Tabellenkalkulationen und Formeln als Beispiel für eine funktionale Programmiersprache weiter.

Scheinargumente in der Digitalisierungsdebatte - Teil 2: Ideologische Diskussionen

Argumentationsstruktur: Diskussionen um typische Themen (PflichtfachInformatik, Betriebssysteme, Auswahl von Software, …) sollen möglichst ideologiefrei betrachtet werden. Ziel ist es die beste App/Hardware für ein Problem zu finden. Beispiele: “Warum müssen immer ideologische Diskussionen um […] aufgemacht werden? Ich bin diese ideologischen Diskussionen satt. Ich bin dafür ganz pragmatisch und ideologiefrei an die Sache heranzugehen. Kritik: Problematisch ist diese Argumentation, weil auch ein ‘radikaler Pragmatismus’ als vollkommenes Ausblenden von Ideologien an einer Sache, die wertebehaftet ist, selbst eine Ideologie ist.

Werbung in der Schule

Auf Spiegel-Online findet sich ein interessanter Artikel: spiegel.de/lebenundlernen/schule/lehrergestaendnis-immer-mehr-werbung-im-klassenzimmer-a-1252900.html …Berichtet wird dort darüber, dass z.B. beim Abspielen von youtube-Videos zunehmend ausch Werbung Einzug in unsere Klassenräume einkehrt. Meiner Meinung nach ist das ein Thema, dass in der kompletten Debatte zur Digitalisierung vollkommen vernachlässigt wird. Denn auch durch Tabletklassen nimmt die Rolle von Schule als Ort zur Produktwerbung immer weiter zu. Interessant wäre es daher, wenn man mal Langzeitstudien durchführen würde und überprüfen würde, wie viele Tablets auf lange Sicht durch eine Tabletklasse an den Mann gebracht werden.